VVF-Jungs überzeugen spielerisch.
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- Veröffentlicht am Montag, 28. November 2011 11:00
Von Stephan Matos Camacho
Am Sonntag ging es für die Jungs des VV Freiberg auf eine weite Reise. Die Bezirksmeisterschaften der U18, das sind die Jahrgänge 1995/96 und jünger, standen in Auerbach auf dem Programm. Da es im Kreis für die Volleyballer leider keine Mannschaften in dieser Altersklasse gibt, um sich zu messen, war dies die erste Möglichkeit, das im Training Gelernte endlich auch mal unter Wettkampfbedingungen anzuwenden. Leider mussten sie verletzungsbedingt auf zwei ihrer Mittelblocker verzichten, weshalb die zwei Wochen zuvor stattgefundenen Meisterschaften der U16 abgesagt werden mussten.
Neu formiert und hoch motiviert ging es für die Jungs, bei denen lediglich drei der acht Akteure der Alterklasse angehörten, der Rest ist zur U16 bzw. U14 zu zählen, gleich im ersten Spiel gegen den Favoriten von der VSV Fortuna Göltzschtal. Aber der VVF ließ sich nicht den Schneid abkaufen und startete gut ins Turnier. Der Punktestand wechselte wie die Bälle übers Netz hin und her. Die Spieler gaben alles, so viel sogar, dass Florian Lippert selbst vor einer Bank nicht halt machte und dementsprechend Blessuren am rechten Schienbein davontragen musste. Die damit verbundene Auswechslung brachte zwar dem zweitjüngsten der Mannschaft, Alexander Kretzschmar, seinen ersten Einsatz bei den großen Jungs, sorgte aber im Team für etwas Unruhe, was der Gegner erbarmungslos ausnutzen konnte und in einen größeren Vorsprung umzusetzen vermochte. So endete der erste Satz mit 25:18.
Nach dem Seitenwechsel konnte mit dem Stammsechser wieder weitergespielt werden. Aber zu viele eigene Fehler in der Annahme und Verteidigung erschwerten den Spielaufbau. Auch einige Fehlaufschläge trugen nicht zu einem positiven Satzverlauf bei. So zog Göltzschtal schnell mit weit über zehn Punkten davon. Erst kurz vor Schluss konnte der VVF seine spielerische Klasse und, wie man leider wehmütig feststellen muss, Überlegenheit ausspielen. Aus einer stabiler werdenden Annahme heraus gelangen viele erfolgreiche und druckvolle Angriffe, die den Gegner verzweifeln ließen. Aber da lag man schon viel zu weit zurück, sodass die Aufholjagd zu spät kam und man sich auch im zweiten Satz mit 25:19 geschlagen geben musste.
Doch diese Entwicklung machte Mut und der zweite Gruppengegner stand Dank der unglücklichen Auslosung auch schon sofort bereit. Die Jungen der SG Mauersberg liefen auf der anderen Feldhälfte auf und wollten geschlagen werden. Der VVF startete aggressiv und überlegen. Vor allem die Mittelblocker Felix Müller und Albrecht Tetzner setzten sich eindrucksvoll in Szene. So ging der Satz deutlich mit 25:14 an die Jungs aus Freiberg und der erste Sieg rückte in greifbare Nähe. Den zweiten Satz begann Mauersberg konzentrierter, aber dennoch schaffte es Freiberg nach und nach sich wiederholt abzusetzen. Lag es nun an der wieder deutlichen Führung von 23:17 oder an der spürbaren Überlegenheit des VVF, urplötzlich fehlte die Konzentration, ein ums andere Mal versagte die Abwehr oder die bis dahin sicheren Annahmen gingen für den äußerst flexibel Bälle verteilenden Zuspieler Silas Mayer unerreichbar ins oder gar direkt übers Netz zurück. Es war der Wurm drin und der Satz mit einem Stand von 26:28 weg.
Und leider ging es genauso im dritten Satz weiter. Freiberg bekam nur wenige Bälle zum Zuspiel. Wenn, dann schlug es meist umgehend beim Gegner vor den Füßen ein; doch zu selten. 15:9 hieß es am Ende für Mauersberg und dem VVF blieb lediglich das Spiel um Platz 5.
Dort erwartete man nun den SV Germania Hormersdorf, den Dritten aus der anderen Gruppe. Hier endlich konnten die Freiberger Jungen ihre ganze Klasse spielerisch und, diesmal zum Glück auch in Punkten, präsentieren. Man fertigte den Gegner mit 25:15 und 25:9 regelrecht ab und konnte sich zum Schluss wenigstens über ein versöhnliches Ende freuen.
Abschließend bleibt festzuhalten, dass weit mehr als dieser fünfte Platz drin gewesen wäre. Spielerisch konnte man mit dem späteren Bezirksmeister Göltzschtal mehr als nur mithalten. Nur leider fehlte es der Mannschaft noch an Erfahrung und einer gesunden Portion Kaltschnäuzigkeit, die auch mal weniger erfolgreiche Bälle abhaken und den nächsten Punkt neu erkämpfen lässt. Doch das Team ist noch jung und bis auf Albrecht können alle im nächsten Jahr ihre Klasse noch einmal unter Beweis stellen.


