Sieg trotz Notbesetzung!

Von Ivo

Unter denkbar ungünstigen Umständen machten sich 7 übrig gebliebene Damen auf den Weg zum Auswärtsspiel nach Schöneck. Ohne eine Zuspielerin wurde kurzfristig die Mannschaftsaufstellung komplett umgekrempelt. Wir stellten auf das altbewährte 4:2 um, agierten mit 2 Hauptangreifern als Zuspieler und riskierten bewusst den Einsatz eines Liberos, auch wenn wir im Falle einer Verletzung das Spiel verloren hätten. Die Devise hieß: „Hauptsache, wir haben Spaß!“ Was anfangs noch wie eine wirre Ansammlung von Spielern aussah, entpuppte sich im Spielverlauf an diesem Tag als eine doch wirksame Spielweise. Aber schön der Reihe nach.

 

Nach einem annehmbaren Start kamen wir nach und nach immer mehr ins Trudeln. Die Annahme verschlechterte sich, die Zuspiele kamen nicht genau und folgerichtig lief im Angriff wenig zusammen. Schöneck nutzte jeden Fehler gnadenlos aus und gewann verdient mit 25:20 den ersten Satz. Da wir im Außenangriff zu wenig Durchschlagskraft entwickelten, wurde noch einmal umgestellt, was sich zu Beginn des zweiten Durchgangs nicht als gewinnbringend herausstellte. Alle hatten Angst, Fehler zu machen. Es wurde zu zaghaft agiert, was bei einer abwehrstarken Mannschaft wie Schöneck kaum erfolgversprechend ist. Nach einer Auszeit und einem Aufrütteln in der Satzmitte veränderte sich das Bild. Das Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten kam zurück und man setzte dem Gegner ordentlich zu. Aus einem zwischenzeitlichen 6-Punkte-Rückstand erspielte man einen 3-Punkte-Vorsprung und verwaltete diesen geschickt bis zum Satzende. Mit 25:19 holten wir uns den Satzausgleich. Dann das gleiche Bild wie im ersten Durchgang. Schöneck setzte sich ab und wir rannten permanent einem 3-Punkte-Rückstand hinterher. Mit 25:20 gaben wir den dritten Durchgang ab. Der vierte Satz war der mit Abstand spannendste und der wohl auch entscheidende. Beide Mannschaften auf Augenhöhe, wobei den Knackpunkt das 24:22 bildete. Ein extrem langer Ballwechsel mit Klasse-Verteidigungsaktionen auf beiden Seiten und zum Schluss einem ansatzlosen Leger von Susi, wobei die Schönecker Damen völlig verblüfft zusahen, wie der Ball den Boden berührte. Nach dem 25:22-Satzgewinn ging es in den Tiebreak. Eigentlich ein gutes Omen, hatten wir doch in dieser Saison bisher alle gespielten  gewinnen können. Und auch diesmal war uns die Glücksfee hold. Bis zum Wechsel (8:6 aus Freiberger Sicht) konnten die Schöneckerinnen noch mithalten, doch eine Aufschlagserie machte  dem  ein  Ende.  Mit 15:9 holten wir uns den Satz und damit das Spiel!

 

Ein dickes Lob an die Mannschaft, die trotz der Ausfälle und der völlig anderen Mannschaftszusammenstellung so großartig um jeden Punkt kämpfte und sich am Ende selbst belohnte.